Inhalt Rechts

Rechte optische Spalte

Suche

Suche

Suche

Dritte Spalte

Anschrift

Goslarsche Str. 65-66

31134 Hildesheim

 

Fon: 05121/301-8400

Fax: 05121/301-8401

Fit für´s digitale Klassenzimmer

digitales Klassenzimmer

Login Schulnetz (Iserv)

Bildungs- und Teilhabepaket

Infoblatt

 

Antrag

  

Methode

Methodenkonzept der Sekundarstufe I

 

PISA

Hier das GGH bei der PISA-Studie

 

Versetzung

Hier finden Sie die Versetzungsstatistik des Schuljahres 2010/2011.

 

Auszeichnungen

 

  Hum._Schule

 

  Siegerurkunde_Frz.  

  

  sportfr._Schule_2012  

  Frz.-Wettbewerb

Inhalt Mitte

Hauptinhalt

Sven in Le Havre (Frankreich)

Hallo!

 

Es schreibt Sven Hartwig aus der Klasse 10 b des Goethegymnasiums. Ich verbringe derzeit 3 Monate (Ende August – Ende November 2010) in Le Havre bei meinem Austauschpartner Fabien.
Le Havre ist eine Stadt im Nordwesten Frankreichs. Sie verfügt über den zweitgrößten Hafen Frankreich (nach Marseille) und ist die zahlenmäßig größte Stadt in der Normandie.
Wir wohnen hier in einem mittelgroßen Haus in einer kleinen Seitenstraße. Fabien hat einen Bruder und eine Schwester, beide wohnen allerdings nicht mehr hier, sondern studieren in anderen Städten. Sie kommen aber öfters nach Le Havre, meistens, weil eine Familienfeier ansteht, doch auch oft übers Wochenende oder ähnliches.

Das Haus selber hatte, kurz bevor ich angekommen bin, einen klitzekleinen Wasserschaden, der die Küche ein wenig lahm gelegt hat.

Die Anreise verlief per Auto, 8 Stunden Fahrt ist relativ lange…

In der ersten Woche, in der ich in Frankreich war, waren noch Ferien, sodass ich mich ganz in Ruhe einleben konnte und mir die Stadt gezeigt wurde. Vom Haus bis zur Schule dauert es etwa eine halbe Stunde, der erste Teil mit dem Bus und danach geht es mit Hilfe einer speziellen Bahn, der Funiculaire, einen relativ hohen Hügel hoch, auf dem die Schule steht. Diese Bahn fällt allerdings öfters aus, weshalb wir dann relativ viele Stufen auf den Hügel hoch laufen müssen. Die Schule ist gleichzeitig ein Internat für einige der Schüler, dementsprechend war auch in den Ferien relativ viel los.

Anders als in Deutschland holt man in Frankreich  seine Bücher bereits in den Sommerferien ab, sodass die Schule danach bereits richtig anfangen kann. Auch wird die Busfahrkarte nicht von der Schule gestellt, wir mussten sie in einem kleinen Unterstand kaufen, der drei Tage lang vollkommen überfüllt war.
Das Wetter war anfangs noch sehr hochsommerlich, aber mittlerweise ist es draußen doch recht frisch geworden.

Am Donnerstag, nachdem ich angekommen bin, war die erste Schulstunde, in dieser wurde Organisatorisches besprochen, wie die Schulordnung, der Fluchtweg und Ähnliches. Auch bekamen wir ein nettes kleines Heftchen, in dem der Stundenplan festgehalten ist und in welchem Sachen wie Hausaufgaben vergessen, zu spät gekommen etc. aufgelistet werden.
Freitag war wieder frei, wir sind ins Kino gegangen, Samstag war wieder Schule, ein wenig seltsam, aber das sollte nicht stören. Ich wurde in dieselbe Klasse wie Fabien eingeteilt, der 1ES1, das entspricht der 11. Klasse, gesellschaftswissenschaftliches Profil in Deutschland. Nicht ganz mein Fall, ich mag eher die Naturwissenschaften, aber für 3 Monate sollte das auszuhalten sein. Aufgefallen ist mir, dass in Frankreich relativ wenige Schüler Englisch, aber viele Schüler Deutsch auf einem höheren Niveau lernen. Deshalb gibt es auch relativ viele Leute, die Austauschpartner haben oder hatten, diese wurden geehrt, einschließlich Fabien. Dazu gingen wir an einem Tag zu einem Empfang, bei dem Urkunden verteilt wurden.

Die Schule ist sehr unregelmäßig, manchmal fängt sie freitags um 10 Uhr an, manchmal um 9 Uhr, manchmal auch erst um 14 Uhr. Auch habe ich das System, in welchem Raum der Unterricht stattfindet, nicht verstanden, irgendwie scheint es sich wöchentlich zu verändern.
 Zu den Lehrern kann ich sagen, dass die meisten sehr nett sind, allerdings hat die Französischlehrerin eine sehr hohe Stimme, mit der sie immer herum kreischt, und der Politiklehrer meint, dass die Austauschschüler nicht mitarbeiten dürfen. Aber es gibt auch positive Fälle, wie den Mathelehrer und die Biologielehrerin, die sich sehr bemühen, die Austauschschüler in den Unterricht einzubinden.

Da ich unter einer Getreideunverträglichkeit, namentlich Zöliakie leide, brauche ich spezielles Essen, das hat sehr gut geklappt, sowohl zu Hause als auch in der Schulkantine.
Diese wird jeden Tag, außer mittwochs und samstags, genutzt, allerdings ist sie viel zu klein, um die etwa 800 Schüler, die gleichzeitig essen wollen, aufzunehmen.
Dienstags habe ich hier immer Tischtennis, die Leute spielen dort auch auf einem hohen Niveau, was ich sehr gut finde. Allerdings habe ich vorher von acht bis 17.00 Uhr Unterricht, was sehr anstrengend ist.
Auch andere Austauschschüler waren in unserer Klasse, sodass ich auch das Deutschsprechen nicht verlernt habe.
Die einzige nennenswerte Pause in der Schule ist die Mittagspause, die je nach Tag zwischen einer und drei Stunden pendelt. In dieser Zeit kann man sich entweder im Foyer aufhalten, wo Tischfußballtische stehen, in das CDI (Centre de Dokumentation et d’Information, eine Bibliothek) , gehen, oder sich, wenn das Wetter mitspielt, auf dem Schulhof aufhalten.


So langsam geht meine Zeit in Frankreich dem Ende zu, ich werde bald wieder nach Hause gefahren werden. Als Fazit kann ich sagen, dass die Zeit hier zwar sehr schön war, aber auch etwas zu lange. 3 Monate lang fast nur französisch zu sprechen ist äußerst anstrengend.

Ich verabschiede mich jetzt.
Mit freundlichen Grüßen,
Sven Hartwig



.