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Bildungs- und Teilhabepaket
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Methodenkonzept der Sekundarstufe I
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Versetzung
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Auszeichnungen
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Katharina in Australien
G´day mates!
So sagt man in Australien, dem Kontinent, auf dem ich mich schon seit fast einem halben Jahr befinde.
Mein Name ist Katharina Müller, ich bin 19 Jahre alt und habe letztes Jahr mein Abitur am Goethegymnasium bestanden. Mitte Oktober bin ich via London und Hong Kong nach Melbourne, Victoria, in Australien geflogen, dem Land der Kängurus und der Aborigines, der giftigsten Tiere und der riesigsten Insekten, die ich je gesehen habe. Unterwegs bin ich mit einem großen Rucksack, mit Schlafsack, Wanderschuhen und dem Nötigsten für jeden Tag, einer Menge Abenteuerlust und seit Februar auch wieder mit meiner besten Freundin aus Deutschland.
Da ich schon immer gern und viel gereist bin, bin ich hier nicht als Au Pair oder mache ein Praktikum. Ich habe ein Working Holiday Visum beantragt, sodass ich hier für zwölf Monate reisen kann und arbeiten, um meine Reise zu finanzieren.
Ich bin jetzt schon seit etwa fünf Monaten unterwegs und genieße diese Zeit in vollen Zügen. Seitdem ich meine Reise in Melbourne gestartet habe, habe ich schon um die 5000 Kilometer zurückgelegt und die unterschiedlichsten Plätze an der Ostküste Australiens gesehen. Nachdem ich eine Woche in Melbourne in einem Hostel verbracht, mich von meinem Jetlag erholt und schon mal ein paar Formsachen erledigt hatte, ging es für mich weiter nach Adelaide zu den Verwandten eines Freundes. In und um Adelaide herum verbrachte ich die ersten eineinhalb Monate auf drei verschiedenen Farmen; etwa 50 Kilometer weit weg von der nächst größeren Stadt, nicht im Outback, aber doch so abgeschieden, dass man ohne Auto ziemlich aufgeschmissen wäre. In Deutschland sind die Busverbindungen aufs "Land" ein Traum im Vergleich zu australischen Standards...
Auf den Farmen arbeitete ich immer ein bisschen und musste nichts für Unterkunft und Verpflegung bezahlen und konnte mir sogar ein paar Dollar dazu verdienen, als ich bei einer Familie ihr altes Farmhaus strich. Auf einer anderen Farm musste ich täglich Eier einsammeln und die Geländer neu streichen und auf der dritten wiederum kochte ich zum Beispiel viel. Zudem wurde ich auch oft auf Ausflüge mitgenommen und sah so etwas von der Umgebung Adelaides. Dabei hatte ich auch meine ersten Begegnungen mit Koalas, Papageien, Pelikanen, Seeadlern und Kängurus und in einem Wildlife Park in den Adelaide Hills konnte ich sogar einen Koala streicheln und auch Emus, Wombats, Echidnas, Tasmanische Teufel, Schlangen und noch vieles mehr bestaunen. Anfang Dezember ging es dann für mich zurück nach Melbourne, wo ich meine beste Freundin "abholte". 
Wir verbrachten eine weitere Woche im Hostel und hatten Glück, schnell einen Job zu finden. Das hieß für uns, dass wir nach der einen Woche weiter reisten nach Echuca, das etwa 200 Kilometer nördlich von Melbourne liegt. Dort arbeiteten wir täglich acht bis neun Stunden am Fließband in einer Tomatenfabrik. Mit solcher Arbeit halten sich die meisten Backpacker hier über Wasser und innerhalb einer Woche kann man bis zu tausend Dollar verdienen. Nach neun Tagen hatten wir dann die sprichwörtliche Schnauze voll und außerdem wollten wir Weihnachten auch nicht in einer Tomatenfabrik verbringen. Emma, bei der ich gestrichen hatte, hat noch eine Schwester in Melbourne und dort durften wir bei echten Aussies also Weihnachten verbringen. Das war allerdings für deutsche Maßstäbe recht befremdlich. Zunächst mal hatten wir 25°C und Sonnenschein und die Australier feiern wie die Amerikaner am ersten Weihnachtsfeiertag erst und am zweiten Weihnachtsfeiertag ist hier "Boxing Day". Meine Freundin und ich verbrachten Heiligabend deshalb auch in einem Einkaufszentrum und nicht unterm Weihnachtsbaum...
Nach Weihnachten wollten wir dann nach Sydney, um einen Deutschen und seinen Freund zu treffen, den wir schon vorher in Melbourne kennen gelernt hatten und der in Sydney wohnte. Mit ihnen verbrachten wir zwei wunderbare Tage in den Blue Mountains in einem Campervan. Wir gingen wandern und kletterten zum Fuße eines Wasserfalls hinab, die Nacht verbrachten wir auf einem "Camping-Platz", was hier aber eher wild campen meint, und am zweiten Tag sahen wir uns noch Tropfsteinhöhlen an.
Einen Tag später war dann auch schon Silvester, das ich in Sydney verbrachte, wo ich das Feuerwerk an der Harbourbridge sah, während meine Freundin nach Brisbane flog. Zwei Wochen später reiste ich dann zu einem Künstlerpaar, 500km weiter nördlich die Ostküste hinauf, nur um nach knapp zwei Wochen wieder zurück in die Blue Mountains zu kommen, wo ich eine zehntägige Meditation hinter mich brachte. Schon wieder war ein guter Monat rum und es war Zeit, mich wieder mit meiner Freundin in Byron Bay zu treffen, was für mich bedeutete, dass ich wieder die Küste hinauf musste. In der Byron Bay Umgebung haben wir bis jetzt etwa sieben Wochen auf verschiedenen Farmen verbracht, wo wir wieder für Unterkunft und Verpflegung arbeiteten und in unserer Freizeit die Umgebung erkundeten. Dazu gehörte unter anderem auch ein gutes Stück Regenwald mit wunderbaren Wasserlöchern, in denen man an heißen, sonnigen, aber auch an regnerischen Tagen herrlich schwimmen gehen konnte, wenn einem der Pool zu klein wurde.
Von den regnerischen Tagen hatten wir leider schon ziemlich viele. Denn im letzten Jahr war das australische Wetter ja eher bescheiden. Sicher haben viele von den Überflutungen gehört!? Davon habe ich aber zum Glück nie etwas mitbekommen. Ich bin immer früh genug abgereist. Sonst hätten wir in der Tomatenfabrik eventuell nasse Füße bekommen können.
Nichts desto trotz ist meine Entscheidung, nach Australien zu gehen und das Land zu bereisen, die beste, die ich machen konnte. Ich habe gelernt, dass ich alles schaffen kann, wenn ich es nur versuche, und selbst mit wenig Geld kann man die tollsten Abenteuer erleben, denn meistens gibt es die sowieso gratis. Vor ein paar Tagen zum Beispiel war ich mit meiner Freundin und einem Bekannten schnorcheln und habe dabei sogar Delphine gesehen, ohne auch nur einen Cent dafür zu bezahlen. Und während ich hier sitze und schreibe, sitzt meine Freundin auf einem der Pferde unserer neuen Gastgeber und strahlt wie eine Schneekönigin, während sie über das riesige Grundstück mit Makadamiabäumen und Bananenstauden reitet.
Auf so einer Reise lernt man eine Menge Menschen und deren Lebensstil kennen. Manchmal hat man Pech und trifft auf jemanden, der einen eigentlich mit nach Melbourne nehmen wollte und dann im Hostel sitzen lässt, sodass man innerhalb von einer Stunde zusehen muss, wie man mit Bus und Bahn dorthin kommt. Aber noch viel öfter hat man Glück und macht Bekanntschaft mit den unglaublichsten, freundlichsten und offensten Menschen, die einen ein Stück auf seinem Weg begleiten und an ihrem Leben Teil haben lassen, die die unterschiedlichsten Geschichten erzählen - und glaubt mir, das Leben schreibt wirklich die interessantesten Geschichten! - und durch die man mehr über das Leben lernt als in zwölf Jahren Schule. Und nicht zuletzt verbessert man natürlich auch seine Fremdsprachenkenntnisse;)
Ich kann nur jedem empfehlen, selbst den Rucksack zu packen, die Welt zu erkunden und eigene Abenteuer zu erleben!
Cheers! Katha





