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Goslarsche Str. 65-66
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Bildungs- und Teilhabepaket
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Methodenkonzept der Sekundarstufe I
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Versetzung
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Carina in Cork (Ireland)
Hallo, hier schreibt Carina aus Cork; Cork ist die zweitgrößte Stadt Irlands. Ich bin seit Ende August hier und werde bis etwa Mitte Dezember als Aupair hier arbeiten. Meine Gastfamilie ist deutsch, aber wohnt schon seit mehreren Jahren hier in Irland und die beiden Jungs (4 und 2) wurden auch hier geboren. Mit den Kindern rede ich ausschließlich englisch, was gar nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, dass sie miteinander und mit ihren Eltern eigentlich ständig deutsch sprechen. Da ist es schon komisch, wenn man auf „Oh nein!“ mit „What´s wrong?“ antworten muss. Aber andererseits bin ich ganz froh, mit den Eltern deutsch reden zu können, wenn die Kids abends im Bett sind. Da ich mich also zu Hause nicht an eine andere Kultur, sondern nur an eine andere Familie gewöhnen muss, die dazu noch sehr nett ist, fällt mir das Einleben relativ leicht. Ich habe kein Auto zur Verfügung, wodurch ich erst gemerkt habe, wie oft ich es in Deutschland doch benutzt habe. Aber die nächste Bushaltestelle ist etwa 10 Minuten weit weg und mit dem Bus bin ich in einer Viertelstunde in der Innenstadt. Auch wenn die nicht so richtig shopping-geeignet ist, ist sie schon recht nett. Tja, was gibt es sonst noch groß zu erzählen? Aupair ist kein Spaziergang, kleine Kinder können anstrengend werden, aber das ist ja bestimmt allen klar.
Und so ein Strahlelächeln von „meinem“ Zweijährigen entschädigt schon für vieles! Abends habe ich regulär frei - außer vielleicht mal babysitten - und so kann ich mich mit anderen Aupairs hier aus der Gegend verabreden, was ganz cool ist. Der letzte Bus fährt allerdings um Viertel nach elf zurück, was sogar mir als Nicht-Partygängerin manchmal recht früh erscheint. Aber den anderen Aupairs geht es ja nicht anders, also ist das schon okay.
Der Akzent hier in Cork ist verschrien als der schrecklichste in ganz Irland und ich muss zugeben, dass es mir trotz der 10 Monate in Amerika tatsächlich manchmal Probleme bereitet, die Leute hier zu verstehen. Aber, ich meine, wo begegne ich denn schon groß richtigen Iren? Im Supermarkt vielleicht, und da kann man im Notfall immer davon ausgehen, dass man nach einer Tüte gefragt wurde und brav „Yes, thank you“ sagen (einmal wurde ich allerdings nach meiner Kundenkarte gefragt – was ich erst später mitbekam - und meine Antwort hat die Kassiererin dann doch etwas irritiert). Ich musste außerdem feststellen, das man auf der Straße des öfteren mit "How are you?" begrüßt wird, ohne dass wirklich eine Antwort erwartet wird, und dass ältere Damen einen immer mit "lovely morning, isn´t it?" begrüßen (ich frage mich, was sie bei Schneesturm sagen).
Das Wetter ist zur Zeit sehr annehmbar, trocken bei etwa 20 Grad. Das typische Irlandwetter sieht allerdings fast nur Regen vor („Why do people come to Ireland in summer? – Because the rain is warmer then“).
Ich hoffe, dass ich noch etwas länger von der Regenzeit verschont bleibe und wünsche allen in Deutschland Verbliebenen natürlich auch gutes Septemberwetter!
Liebe Grüße
Carina Böttcher





