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Bildungs- und Teilhabepaket
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Methodenkonzept der Sekundarstufe I
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Rom-Fahrt des Seminarfaches "Wahlkampf und Rhetorik"
ALME SOL, POSSIS NIHIL URBE ROMA VISERE MAIUS
„Lebenspendende Sonne, du kannst wohl nichts Größeres erblicken als die Stadt Rom.“ ... und das gilt nicht nur zu Horaz´ Zeiten, also vor rund 2000 Jahren, sondern auch heute noch! Wir, das sind vierzehn Schüler des Seminarfaches „Wahlkampf und politische Rhetorik“, machten uns am 30. Juni 2008 in Begleitung von Herrn Dr. Schulz-Mons und Ehefrau auf, um obigen Ausspruch bestätigen zu können.
Nach unserem überaus reichhaltigen Frühstück am Dienstag morgen, das aus zwei trockenen Brötchen und etwas Marmelade bestand, verließen wir das Hotel in Richtung Palatin und Forum Romanum. Der Palatin ist einer der sieben Hügel Roms und auch zugleich der älteste bewohnte Teil der Stadt; der Legende nach ist der Palatin der Gründungsort der Stadt, da Romulus auf ihm eine Vogelschau durchgeführt haben soll, um zu erfahren, ob er oder sein Bruder, der dasselbe auf einem der anderen Hügel, nämlich dem Aventin, getan hat, über Rom herrschen werde. Heute sind auf dem Palatin noch die Reste einiger Tempel und Häuser wohlhabender Römer erhalten; dort residierten beispielsweise Cicero, Catull und seit der augusteischen Zeit auch römische Kaiser.
In der Nähe des Palatin befindet sich auch der circus maximus, mit einer Länge von über 600 Metern und einer Breite von fast 145 Metern der größte Circus Roms. Er hat Platz für 145.000 Spektanten geboten, die sich Wagenrennen, Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen angesehen haben. Im Norden an den Palatin grenzt das Forum Romanum, das Zentrum des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Lebens in Rom. Bis ca. 600 v. Chr. hat sich an dieser Stelle ein Sumpf befunden, der dann aber trocken gelegt worden ist, was uns Ovid in den Fasti überliefert: Hoc, ubi nunc fora sunt, udae tenuere paludes. „Hier, wo nun die Foren sind, haben [einmal] feuchte Sümpfe gelegen.“ Heute lassen sich auf dem Forum noch die Überreste des Saturntempels, der lapis niger, der Tempel des Antonius, die basilica aemilia und einige andere Bauten finden.
Am Mittwoch waren die Höhepunkte unserer Reise der Vatikan und die vatikanischen Museen. Nach der Besichtigung des Petersdoms und der sixtinischen Kapelle ging es in die Vatikanischen Museen, die einigen von uns aufgrund der Länge ihrer Gänge deutliche Probleme bereiteten. Nun aber hatte sich auch die Majorität der Reisenden aklimatisiert und konnte selbst Rom erkunden. Die meisten gingen abends zur Spanischen Treppe, um dort auf das „junge Volk“, wie es Herr Dr. Schulz-Mons nannte, zu treffen. Leider stellten wir dabei fest, dass ein Großteil der sich dort befindenden Leute keine Römer, wie gewünscht, waren, sondern Deutsche; also ein Zusammentreffen von Touristen, das wir eigentlich lieber hätten vermeiden wollen. Am Donnerstag war unser Programm recht kurz: Bis ca. 1300 erkundeten wir die Piazza Navona und den Pantheon. Das Pantheon ist ein Tempel für alle Götter, was sein Name schon sagt: Er setzt sich aus dem griechischen Wort πάν [alles, jedes] und θεός zusammen und bezeichnet ein Heiligtum, das allen Göttern geweiht ist. Viel von seiner zweifelsohne einst vorhandenen antiken Pracht lässt sich heute nicht mehr erkennen, da es um 600 n. Chr. von Christen im Inneren zu einer Kirche umgebaut wurde, was äußerst bedauerlich ist.
Am Freitag ging es dann in die Villa Borghese, einen wunderschönen und ruhigen Park inmitten der sonst so lebhaften Stadt. Dort sahen wir uns die Skulpturen des Bernini und das Goethedenkmal an. Besonders beeindruckend war dabei für mich das Marmorbild von Apoll und Daphne. Apoll, von dem Pfeil des Amor getroffen, verfolgt die Nymphe Daphne, die ihren Vater, den Flussgott Peneius, darum bittet, in einen Lorbeerbaum verwandelt zu werden, so dass letztendlich Apoll seine Geliebte nicht berühren kann, wie es Ovid in seinen Matamorphosen beschreibt.
Bedauerlicherweise war Freitag der Tag der Abreise und wir mussten uns um 1900 Uhr am Bahnhof Termini einfinden, um wieder im Schlafwagen nach Deutschland zu fahren. Am Samstag, dem 5. Juli kamen wir in Hildesheim an. So schnell wird niemand von uns Rom vergessen, ich natürlich auch nicht und schließe, da ich am liebsten noch viel länger in dieser wunderschönen Stadt geblieben wäre, mit den Worten: Quam primum inter nos revideamus, Roma! Adrian Zeiler
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