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NDR-Exkursion der 8d
So ist das, wenn man am Goethe Wettbewerbe gewinnt: Die Klasse kann einen zusätzlichen Wandertag planen. Unser Ziel: Der NDR in Hannover. Und wenn man schon mal da ist, kann man auch noch ein paar Erläuterungen zum Landtag und den Rathäusern mitnehmen. Ein Glücksfall ist es, wenn auf einem der Gleise des Hauptbahnhofs der im Radio angekündigte „Zug der Erinnerungen“ steht, für dessen Besuch man sich normalerweise Wochen vorher anmelden musste. Herr Jöskowiak und Frau Pehle als Begleitung meinten, das müssten wir auch sehen. Und wir haben es gesehen. Hier ein paar Eindrücke unserer Exkursion.
Übersicht über den NDR
Der erste deutsche Rundfunk war die ARD. Es ist die Abkürzung für:
Arbeitsgemeinschaft des öffentlich rechtlichen Rundfunk Deutschlands. Im Laufe der Jahre entwickelten sich in Deutschland viele öffentliche Sender, die Programme und Sendungen für die ARD produzierten, die Landesfunkanstalten. Der NDR, der die Abkürzung für „Norddeutscher Rundfunk“ ist, gehört zu diesen Landesfunkanstalten. Er sendet für die vier Bundesländer Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein. Aus dem Sachverhalt entwickelten sich wahrscheinlich die Slogans des NDR’s „Vier Länder, ein Sender“ und „Das beste am Norden“.
Das Funkhaus des NDR’s in Hannover teilt sich in die zwei Bereiche Fernsehen und Radio. Im Radiobereich gibt es 4 Radiosender:
Den NDR 1, der hauptsächlich Verkehr, Nachrichten und Unterhaltung umschließt, den NDR 2, der viel moderne Musik spielt, den NDR 3, der sich klassischer Musik, Informationen zu z. B. verschiedenen Museen und Kultur widmet und den Radiosender N-Joy, der hauptsächlich junge Leute ansprechen soll.
Der Fernsehbereich umschließt hauptsächlich Nachrichten, wie z. B. „Niedersachsen 19:30 Uhr – das Magazin.
Louisa Kemnah
Unser Besuch beim NDR – ein Erlebnis
Einen Tag nach den Weihnachtsferien fuhren wir mit Herrn Jöskowiak zum NDR nach Hannover. Wir sollten dort viel über Rundfunk und Fernsehen erfahren. In dem großen Gebäudekomplex am Maschsee sind diese beiden Bereiche räumlich voneinander getrennt.
Die Rundfunk-Abteilung umfasst drei Studios und weitere technische Räumlichkeiten. Das erste Studio ist das des Moderators. Der Raum ist zu 50% von Glasscheiben umgeben. In den anderen beiden Hörfunkstudios werden Gäste interviewt oder es finden Gespräche der Redaktion statt.
Der Moderator, also zum Beispiel Jens Krause bei NDR 1 Niedersachsen, hat mehrere Computer und Bildschirme zur Verfügung und die Kontrolle über die Musikausstrahlung und die Moderation. Er sitzt in einem mittelgroßen, halbdunklen Raum an einem halbkreisförmigen Schreibtisch mit seinen Materialien. Während der jeweilige Musiktitel abgespielt wird, hat der Moderator Kopfhörer auf, um neue Informationen von der Regie zu beziehen oder um sich zu entspannen. Er muss schon vor Beginn der Moderation Themen heraussuchen. Weitere Informationsmittel sind drei Fernseher, die er im Blick hat. Seine Aufgaben sind, die Hörer mit Informationen über alle Bereiche des täglichen Lebens, regional sowie überregional, zu versorgen. Dazu gehören auch kulturelle und spaßige Angebote wie die „Plattenkiste“ oder „Talk up Platt“: Bei NDR 1 Niedersachsen werden vor allem ältere HörerInnen angesprochen, nicht nur durch die Musikauswahl.
Also alles in allem viele neue Erkenntnisse über ein alltägliches Medium.
Und vielleicht wurden bei dem Einen oder Anderen ja auch Interessen
geweckt.
Torben Busch
Das Fernsehstudio der Landesfunkanstalt Hannover
Nach der Erklärung, was ARD, NDR und die Landesfunkanstalt sind, gingen wir in das Fernsehstudio, wo auch das Niedersachsen-Magazin aufgenommen wird.
Hier stehen vier fest installierte, nicht schwenkbare Kameras, die so eingestellt sind, dass sie den ganzen Drehbereich abfilmen können. Vor den Kameras befinden sich so genannte Teleprompter, von denen die Moderatoren die Informationen und ihren Text ablesen können. Manche Moderatoren halten aber zusätzlich Karten in der Hand, damit es natürlicher wirkt.
Unter der Decke hängen über 120 Scheinwerfer, die auch fest eingestellt und so programmiert sind, dass sie zusammen den Drehbereich beleuchten können. An einer Wand befindet sich ein „green-screen“, auf den elektronisch Bilder wie z.B. die Wetterkarte projiziert werden.
In der Mitte des Raums steht ein Moderationstisch, hinter dem sich witzigerweise eine Erhöhung für kleinere Sprecher befindet.
In einer Ecke steht das rote Gästesofa, auf dem schon viele bekannte Leute gesessen haben.
Hinter dem Studio gibt es ein „Elefantentor“, durch das große Gegenstände wie Autos (oder Elefanten?) in den Raum gebracht werden können.
Robin Krüger
Der Zug der Erinnerungen
Am Hauptbahnhof in Hannover angekommen, entdeckt Herr Jöskowiak den "Zug der Erinnerungen". Flexibel wie wir sind, sehen wir uns spontan die "rollende Ausstellung" an. Dieser Zug hat es in sich, denn statt gewöhnlicher Abteile mit ungemütlichen Sitzplätzen kann man dort anhand von beispielhaften Biografien etwas über viele Schicksale von Kindern, die in der Zeit unter Adolf Hitler gelitten haben, herausfinden.
Das Oberthema des Zugs behandelt die grauenhaften Deportationsverbrechen an Kindern aus dem gesamten Europa. Die Abteile sind in folgende Bereiche unterteilt: Opfer, Täter, Überlebende und Tote.
Wir können uns in Ruhe eine Biografie durchlesen oder in einen Monitor schauen.
Man erzählt uns, dass der Zug seine Strecke in der gesamten BRD fortsetzen wird und seine bisher größte Reise nach Auschwitz antreten wird, wo sich ein Vernichtungslager befand.
Damit die Deportationen nicht ins Vergessen geraten und allen Menschen, vor allem Jugendlichen, bewusst wird, dass etwas dergleichen nicht noch einmal passieren darf, wird diese besondere „Ausstellung auf Gleisen“ noch viele Bahnhöfe anlaufen.
Leider unterstützt die Bahn-AG die Organisatoren wenig: Sie müssen sogar Miete zahlen...
Christina Freund





