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Berlinfahrt der 9b


Berlin Riasgebäude Gruppe schmal 500

Mitten in der "Szene": das Hotel


Wie wird unser Hotel wohl sein? Altmodisch oder modern? Entspricht es wirklich einem Vier-Sterne-Hotel? Das ist die Frage, die wir, die Klasse 9b, uns schon seit Wochen stellen.

Nachdem wir die stressige, aber lustige Fahrt hinter uns haben und schon auf dem Weg zum Hotel ein paar Eindrücke von Berlin sammeln können, stehen wir endlich vor unserem Vier-Sterne-Hotel! Das Gebäude macht schon von außen einen einladenden Eindruck, vor allem weil es an einem ruhigen Ort liegt und trotzdem zentral und mitten in der „Szene“ liegt. Als erstes fällt uns der Aufzug auf, der uns den Gepäcktransport schon erleichtert, Glück gehabt! Wir fahren den Aufzug hoch und die Vorfreude steigt. Die Fahrstuhltür geht auf, alle schauen in den großen Raum - wir sind begeistert. Schon gleich sehe wir die gemütliche Sitzecke, die wir tagsüber als auch nachts benutzen dürfen. Das Personal des Transit Lofts ist an der Anmeldung schon sehr freundlich, es kann also schön werden, oder?

Berlin Hotel außen 400 Endlich ist es soweit, wir dürfen auf unsere Zimmer, Tür auf und Freudengeschrei, jeder spring auf ein Bett. Doch es wird noch besser, ein Bad ganz für uns alleine! Besonders die Mädchen sind beeindruckt! Also an die Arbeit: Das Zimmer muss schließlich noch eingerichtet werden, erst die Schränke, dann das Bad. Schon fühlt man sich wie zu Hause. Doch dabei soll es nicht bleiben. Wir stürmen in die anderen Zimmer, schauen und um und sind schnell davon überzeugt, dass unser Zimmer das beste ist.

Das Hotel müssen wir jedoch schon bald wieder verlassen, um unser Tagesprogramm zu schaffen. Als wir am Abend müde und erschöpft in unsere Zimmer gehen, fallen wir alle in unsere gemütlichen Betten. Schon die erste Nacht verspricht uns, dass wir während der ganzen Woche gut schlafen können.

Berlin Hotel Sitzgruppe 400 Der Wecker klingelt, alle sind müde, oh nein, ist die Nacht wirklich schon vorbei? Leider schon. Nachdem wir es endlich schaffen, unser schönes Bett zu verlassen, können wir uns in dem großen Bad ausbreiten und uns frisch machen. Es gibt nicht einmal Streit um den Spiegel, denn es ist noch ein zweiter, sehr großer, im Zimmer vorhanden. Frisch und erholt können wir nun unser Frühstück essen, was nicht nur sehr appetitlich aussieht, sondern auch sehr gut schmeckt. Vor allem die heißen Getränke sind gut für den frühen Morgen! Versorgt mit reichlich gutem Essen können wir nun den Tag genießen.

Erst nach zwei Tagen fällt uns auf, dass sogar unsere Handtücher regelmäßig gewechselt werden und der Müll geleert wird. Nicht einmal, als wir uns aussperren, gibt es Probleme, denn das Personal ist rund um die Uhr für uns im Einsatz, um uns zu helfen. Auszusetzen haben wir in unserem Hotel also gar nichts. Jederzeit würden wir das Transit Loft wieder besuchen, denn schöner wollen wir es gar nicht haben!

Lena und Zinet


Irdische und stellare Vielfalt: Planetarium und Ku´damm

„Metan statt Wasser und Luft!”, so der Sprecher der Vorstellung im Planetarium über einen Planeten in unserem Sonnensystem. Wir stellen uns ganz andere Welten vor, auch als der Saturn portraitiert wird mit seinen vielen Ringen, deren Herkunft nicht ganz geklärt ist: Werden sie von einem Mond gespeist? All das umgeben von einem Berlin Planetarium Eins 400 Sternenhimmel umrandet von den Lichtern der Stadt Berlin. Obwohl die Informationen für einen Laien schwer nachvollziehbar sind, sitzen wir entspannt in Liegesesseln und fasziniert vom Planetarium und genießen die Atmosphäre sowie die doch anschaulich präsentierten Informationen.

Doch noch bevor wir in den Genuss dieser schönen Vorstellung kommen durften, stand am Nachmittag Ku´dammshopping auf dem Plan. Dies jedoch tendierte eher zum Schaufensterbummel, da dieses beliebte Touristenziel fast nur aus exquisiten, teuren Geschäften besteht. Trotzdem ist der Ku´damm mit der Gedächtniskirche, alias „Hohler Zahn“, und dem ebenfalls teuren KaDeWe überwältigend und verblüffend, wenn man ihn denn überhaupt vor lauter Verkehr und Großstadtgetümmel findet.

Eine weitere Station am Ku´damm war gewesen: Die „Story of Berlin“ – ein Museum, das die Entwicklung Berlins zeigt. Das Highlight aber ist der Atomschutzbunker aus der Zeit des Kalten Krieges: Ein riesiger Raum mehrere Stockwerke unter dem Ku´damm, in den für zwei Wochen bis zu 3000 Menschen passen sollen – liegend in Etagenbetten gepfercht und mit zweifelhafter Frischluftzufuhr. Der Ku´damm ist eben einfach ein einmaliges Erlebnis!

Viktoria und Louisa


Nichts geht mehr: die 9b als Opfer des Verdi-Streiks

Endlich angekommen! Nach einer Bahnfahrt von gut 1 1/2 Stunden und ein paar Stationen mit der S-Bahn waren wir am ersten Tag direkt vom Alex fast bis vor unser Hotel mit der Straßenbahn gefahren - wie bequem! Doch zu unserem Missfallen fängt am zweiten Tag unserer Klassenfahrt das Grauen an: Ab diesem Tag gibt es den Verdi-Streik!

Das heißt: Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen fahren nicht - zum Nachteil aller Leute, die mit ihnen üblicherweise fahren, um beispielsweise zur Arbeit zu gelangen, und natürlich auch für uns, da wir möglichst viel von Berlin sehen wollen. Vor allem heißt das für uns ab jetzt: ganz viel laufen! Das einzige, was noch fährt, ist die S-Bahn.

Berlin Schneegruppe 400 Eigentlich finden wir uns allerdings ganz gut damit ab, da wir so umso mehr an der frischen Luft sind. Jedoch: Am nächsten Morgen fängt es auch noch an zu schneien: Auf dem Fußweg zur nächsten S-Bahnstation, der Greifswalder Straße, die ein bis zwei Kilometer vom Hotel entfernt liegt, schneit uns der Schnee zu – stören aber tut das keinen von uns. Erst als wir in die sehr volle S-Bahn einsteigen, wird es allmählich unangenehm: Aufgrund des Streiks quillt die S-Bahn über und wir müssen eng beieinander stehen. Die Luft ist warm und schlecht, der Schnee auf unseren Haaren taut und wir schwitzen, wie alle Leute, in unseren dicken Jacken. An jeder Haltestelle müssen die Leute, die an der Tür stehen aussteigen, um die Menschen dahinter hinaus zu lassen. Ich bin eine von ihnen, genieße die kurze Pause und nutze die Chance, um kurz frische Luft zu schnappen.

Berlin Bürgersteiggruppe 400 Angekommen an unserer Zielhaltestelle befriedigen wir unseren Drang nach Bewegung. Bis wir aber endgültig am Ziel sind, müssen wir noch viel laufen. Einige sind sogar schon so erschöpft, dass sie so schnell wie möglich ins Hotel zurück möchten! Im Großen und Ganzen ist dieser Streik, der uns bis zum Ende der Klassenfahrt begleitet, eine Erfahrung, die wir nicht noch einmal erleben wollen, jedoch ändert der Streik letztlich wenig an dem, was wir während der Klassenfahrt tun: Wir unternehmen trotzdem tolle Sachen!

Raissa


Alles rund ums Hören: Deutschlandradio Kultur

Ich lasse mich von der leicht gruseligen Musik berieseln und habe die Augen geschlossen, eine tiefe Männerstimme beginnt zu sprechen. Sie erzählt mir die Geschichte eines jungen Arztes, der auf dem Weg zum Schloss des Grafen Dracula in einer Gaststätte rastet, als Louisa mich antickt und ich mir einen der gut zehn Hörer vom Kopf nehme, die unter den Hüllen verschiedener CDs aus der Wand des Warteraumes ragen, in dem wir die letzte halbe, vielleicht auch dreiviertel Stunde verbracht haben. Diejenigen, die gerade noch auf den zwei Sofas entspannt oder Fotos gemacht hatten, richten nun ihre Aufmerksamkeit mehr oder weniger stark auf die Frau, die den Raum betreten hatte. Sie stellt sich uns als unsere Führerin durch die Produktionsräume vor. Eigentlich hätten wir die Führung in zwei Gruppen gemacht, doch ihr Kollege hatte aufgrund der Verdistreiks nicht zur Arbeit kommen können. Mich hatte auch die darauf zurückzuführende Verspätung nicht gestört, denn ich interessiere mich sehr für das Thema Hörspiele, unsere Führerin allerdings wirkte ein wenig angespannt.

Berlin Störsender 400 Als erstes führt sie uns zum Fuß der gewundenen Treppe, die sich durch das ganze Gebäude zieht. Dort steht ein großer, dunkelgrau lackierter Metallschrank mit mehreren Anzeigen, Lampen und Knöpfen. Unsere Führerin erklärt uns, dass dies ein Störsender ist, der zur Zeit der DDR von der kommunistischen Regierung gebraucht wurde um zu verhindern, dass DDR-Bürger westdeutsche Sender hörten. Anhand eines alten Radios führt sie uns die Wirkung des Störsenders vor. Es ist tatsächlich nur Rauschen zu hören.

Nachdem wir einen relativ langen Weg durch das erstaunlich große, alte Gebäude zurückgelegt hatten, betreten wir ein mit viel Technik ausgestattetes Zimmer, welches sich als „Schaltraum“ entpuppt. Hier wird geregelt, dass jede Sendung genau zum richtigen Zeitpunkt sendebereit ist.

Zur nächsten Station gehen wir etwas zügiger, denn wir wollen nicht verpassen, wie die Nachrichten zur vollen Stunde aufgenommen werden. Dies geschieht in schallisolierten Räumen, in die man durch große Fenster hineinschauen kann. Sie werden durch zwei Türen vor dem Eindringen von Geräuschen geschützt. Eine plötzlich erleuchtete rote Lampe zeigt an, dass der am Schreibtisch sitzende Sprecher auf Sendung ist. In dem großen, an die Aufnahmeräume grenzenden Raum stehen mehrere Schreibtische, an denen Menschen Texte in PCs tippen, während unablässig Fernseher laufen und Faxe eintreffen oder Telefone klingeln.

Wir hatten nun gesehen, wie die Nachrichten entstanden und kommen jetzt zu dem für mich interessanteren Thema der Entstehung von Hörspielen. Durch eine Art Glasgang werden wir nun in den Neubau und zu den Aufnahmeräumen für Hörspiele geführt. In dem hohen Raum, in dem einige Stühle, ein Tisch und Mikrofone verteilt sind, nutzen viele die Möglichkeit nach dem langen, über viele Treppen führenden Weg ihre müden Beine auszuruhen. Unsere Führerin erklärt uns die merkwürdigen Kanten, die oben an den Wänden des Raumes sind. Sie dienen zum Brechen des Schalls. Außerdem weist uns unsere Führerin darauf hin, dass sich in dem Raum sogar eine Treppe, eine Fenster- und eine Türattrappe zum Nachstellen einer Handlung befinden. Durch eine Tür, die jedoch keine Attrappe ist, gelangen wir in einen kleineren Raum, der den Schall quasi verschluckt, was uns ein merkwürdiges Gefühl vermittelt, denn während unsere Führerin sich zur Verdeutlichung mehrere Schritte entfernt, wird ihre Stimme so stark leiser, als würde sie mehrere Meter weit weg stehen. Dieser Effekt entsteht durch die speziellen, gepolsterten Wände des Raumes.

Berlin Riasgebäude Gruppe 400 Nach einem weiteren Weg durch das Gebäude kommen wir in eine Art Besprechungszimmer, wo wir zuerst die Fragen unserer Führerin beantworten und einige Hörspiel-CDs gewinnen! Darauf folgt ein Vortrag über die Berufsmöglichkeiten im Bereich der Medien und des Radios. Im Großen und Ganzen war der Vormittag reich an gut verpackten Informationen. Daher hinsichtlich Geist und Körper erschöpft, geht es nun dem Mittagessen im Rathaus Schöneberg entgegen.

Anna


Unser Besuch im Rathaus Schöneberg –
Oder: der Versuch Paternoster zu fahren!


"Da habt ihr selber Schuld, wenn ihr nicht wisst, was man beachten muss!", wurde mir gesagt, als ich die Treppe hinunterging. Ich fragte, mich was ich falsch gemacht haben kann, schließlich hatte ich mir alle Regeln für die Benutzung des Paternosters durchgelesen und mich auch daran gehalten. Aber eins nach dem anderen, passiert war Folgendes: Einer unserer Ziele auf unserer Klassenfahrt nach Berlin im Anfang März 2008 war das Rathaus Schöneberg. Dort bot uns unser Klassenlehrer Herr Prick an Paternoster zu fahren. Paternoster? "Was ist das?", fragten wir uns alle. Herr Prick erklärte uns, dass ein Paternoster ein Vorgänger des uns heute bekannten Fahrstuhls ist. Der Unterschied besteht darin, dass der Paternoster nicht anhält und auch keine Türen hat. Um ihn zu benutzen muss man also aufspringenBerlin Paternoster 400 und am gewünschten Stockwerk wieder abspringen. Es gibt auch nicht nur eine Kabine, sondern mehrere, die miteinander verbunden sind. Dabei kann man auf einer Seite nach oben fahren und auf der anderen nach unten. Dies wird ermöglicht durch einen Bogen, den der Paternoster am oberen und am unteren Ende fährt. Da so ein Paternoster nicht ungefährlich ist, dürfen seit 1973 keine weiteren mehr in Betrieb genommen werden, die noch vorhandenen müssen auf dem neuesten Stand sein, was die Sicherheit angeht um weiterhin betrieben werden zu dürfen.

Herr Prick wollte also die Möglichkeit nutzen uns so ein Ding im Rathaus Schöneberg zu zeigen. Er stieg als erster allein in eine Kabine und wir warteten gespannt, wann er an der anderen Seite wieder herauskam. Dies geschah noch problemlos. Nun konnte, wer wollte, auch einmal fahren. Als erster von uns bestieg Manuel die Kabine, danach Jens und anschließend ich noch vor Raissa. Wir stiegen im Erdgeschoss ein und ich war gerade im zweiten Stock, als es Ruck machte und das Ding stehen blieb. Zuerst hielt ich es noch für normal, doch als es nach geschätzt einer Minute immer noch nicht weiterging, begann ich mir ernsthaft Sorgen zu machen. Zum Glück konnte ich mich mit Jens und Raissa verständigen. Nach einer weiteren geschätzten Minute verließen wir den Paternoster und nahmen die Treppe nach unten, auf der ich von dem oben zitierten Herren angesprochen wurde, was mir aber egal war, da ich mir keiner Schuld bewusst war, außerdem war ich froh wieder heile aus dem Ding herausgekommen zu sein. Doch einer fehlte ja noch: "Was ist eigentlich mit Manuel?", fragten wir uns alle. Wie wir schon vermutet hatten, steckte er im Bogen, den der Paternoster am oberen Ende macht, fest. Also ging Herr Prick zu dem Herren, der mich so freundlich angesprochen hatte, und berichtete ihm, was passiert war. Glücklicherweise konnte der das Ding wieder zum Laufen zu bringen, es stellte sich später heraus, dass irgendwer eine Lichtschranke übertreten und somit die Notbremse ausgelöst hatte.

Berlin McDonalds 400 Nun war da aber noch der leere Magen, weshalb wir zusammen in der öffentlichen Mensa des Rathauses Schöneberg Mittagessen gingen. Da es hier aber gerade brechend voll wurde, war dies etwas beschwerlich. Manchen aber schmeckt es bei McDonalds sowieso besser ...!

Sören


Über und unter der Erde: Denkmäler

Groß und protzig steht es vor uns – das Reiterdenkmal von Friedrich II. Wir bestaunen das Monument und befinden uns direkt vor der Humboldt-Universität auf dem Boulevard „Unter den Linden“.

Als wir aber die Straßenseite wechseln, um ein weiteres Denkmal zu besichtigen, sehen wir zunächst nichts als einen großen Platz - einen großen, leeren Platz. Doch Herr Prick lässt uns trotzdem den Bebelplatz absuchen. Und tatsächlich: Nach dem unübersehbaren Reiterdenkmal ist uns das kleine Fenster, das im Boden eingelassen ist, gar nicht aufgefallen. Wir sehen hinunter und entdecken einen ganzen Raum voll mit leeren Bücherregalen. Das Ereignis, das dahinter steckt, fand laut Herrn Prick im Jahre 1933 statt. In diesem Jahr ließen die Nationalsozialisten alle Bücher verbrennen, die nicht ihrem Geschmack und ihrer Politik entsprachen.

Doch das Denkmal, das uns allen am besten gefällt, sehen wir auf dem Weg zum Brandenburger Tor. Es ist das „Mahnmal für die ermordeten Juden Europas“ und besteht aus einer riesengroßen gewellten Grundfläche, auf der sich über 2000 Betonquader, auch Stelen genannt, befinden. Anders als die ersten Denkmäler können wir das Holocaustmahnmal sogar betreten. Die Durchgänge zwischen den Stelen sind düster und eng, wir können nicht zu zweit nebeneinander gehen, sondern müssen unsere Wege alleine gehen - alles in allem ein bedrückendes Gefühl. Unter dem Stelenfeld gibt es noch ein Museum, das auch eine Liste aller bekannten jüdischen Holocaustopfer enthält, doch obwohl uns das Mahnmal am besten gefällt, es interessant und vor allem begehbar ist, wollen wir nun endlich weiter.

Das Brandenburger Tor und der Bundestag warten schließlich schon auf uns. Und so spannend sind Denkmäler nun auch wieder nicht…

Jaqueline und Rabea


Die Welt der Politik: zu Besuch im Bundestag


Das erste, was wir vom Bundestag mitbekommen, ist eine riesige Schlange, die sich vor dem Sicherheitscheck Berlin Reichstag Gesamtgebäude 400 staut. Jede Person wird ähnlich wie am Flughafen kontrolliert und wartet anschließend auf seine Freunde und seine Begleitperson. Als wir glücklich aus der Kontrolle herauskommen, fahren wir mit dem Fahrstuhl sehen auch schon einen leibhaftigen Angeordneten, wie er eine Rede hält. Sobald wir alle komplett sind, betreten wir den Plenarsaal und halten uns für eine Stunde in ihm auf. Jedoch: Der Plenarsaal ist kaum besetzt und das Thema sehr kompliziert!

Berlin Politikergesräch 400 Nach der für uns Laien etwas dürftigen Plenarsitzung steht aber etwas Lebendigeres auf dem Plan: ein Gespräch mit der uns schon bekannten Bundestagsabgeordneten Brigitte Pothmer. Wir hatten uns vorher Fragen überlegen müssen und Frau Pothmer geht nicht nur auf diese ein, sondern gibt uns auch Informationen aus ihrem Leben. Nach unterhaltsamen und lehrreichen 50 Minuten Gespräch gehen wir zum Fahrstuhl, um auf die Kuppel zu fahren. Der Fahrstuhl steht schon auf uns wartend bereit. Als wir wieder aussteigen, kommen uns erst einmal ein paar Windböen entgegen. Jetzt heißt es: Abmarsch! Wir gehen die „Einbahnstraßen“ schnell zur Kuppel hoch und haben oben einen wunderschönen auf Berlin. Auf der anderen Seite führt der Weg später wieder herunter und per Fahrstuhl geht es zum Ausgang.

Berlin Reichstag Kuppel 400 Gerade aus dem Bundestag herausgekommen, gibt es erneut Interessantes: Eine Demonstration vor dem Bundeskanzleramt. Das Gebäude ist durch einen Zaun abgesperrt und auf dem Platz und auf der Straße gibt es viele Sicherheitsbeamte und Spezialeinheiten – jedoch nicht nur wegen der Demonstranten aus Vietnam, die sich für mehr Freiheit einsetzen: Unsere Aufmerksamkeit geht schnell zum Bundeskanzleramt, als laute Musik ertönt und einige Leute aus dem Gebäude schreiten; zum Schluss Frau Merkel! Doch als ein Mann an uns vorbei geht und wir uns wieder den Demonstranten zuwenden, ruft ein Demonstrant plötzlich: „Du hast meine Kinder getötet.“ Ein Sicherheitsbeamter versucht ihn zu beruhigen, doch der Mann schreit weiter: ,,Er hat meine zwei Kinder auf dem Gewissen.“

Berlin Merkel 400 Wir gehen weiter zum Paul-Löbe-Haus und müssen uns dem zweiten Sicherheitscheck unterziehen. Dabei entdeckt der Sicherheitsbeamte ein Werkzeug bei Jens und fordert ihn auf es in der Tasche zu lassen. Jens bekommt kurz Panik, doch das Ganze ist schnell aufgeklärt und wir gehen in die Kantine um zu essen. Das Essen ist ausgesprochen lecker!

Lukas, Julian und Björn


Theater an der Parkaue: Das 11. Gebot

Wilde, gut gelaunte Horden dunkler Kreaturen nähern sich im Schutze der Dunkelheit dem Gebäude. Ihre Stimmung lässt den Boden erzittern. Doch dann hört man Zinet lachen und weiß sofort, dass diese Gruppe wohl eher keine Bedrohung darstellt. Eine lustige Zusammenstellung aus Schülern - die 9b - betritt das hell erleuchtete Foyer. Dort tummeln sich auch schon andere Schüler. Alle geben ihre Kleidung ab und nach einer kleinen Verspätung wegen des Verdi-Streiks geht es auch schon los.

Berlin Bezirksamt Charlottenburg 400 Das Theaterstück handelt von einem 17-jährigen Jungen, Gladow. Gladow lebt in Berlin zur Zeit der Luftbrücke. Er versucht, sich, seinen Vater und seine Mutter zu ernähren. Da Gladow nun schnell an Geld kommen will, gerät er in die kriminelle Szene. Er beginnt mit Überfällen. Doch mit der Zeit beginnt er zu genießen, was er tut. Seine Bande unterstützt ihn bei seinen Taten. Zu dieser gehören sein Freund Sani, ein Dieb und zwei andere. Ein Polizist zur Munitionsbeschaffung ist ebenfalls unwissentlich miteinbezogen. Die Waffen in seinem Besitz hat er anderen Polizisten gestohlen. Gladow rutscht immer weiter in die Kriminalität ab, wird immer brutaler und skrupelloser, bis er sogar über Leichen geht. An diesem Punkt steigt Sani aus der Bande aus, weil dieses Leben einfach nicht das ist, welches er sich wünscht, denn er will eigentlich Boxer werden.

Über die Jahre hinweg beging der reale Gladow, so stellt sich heraus, mit seiner Bande unzählige Verbrechen, die nur unter dem ständigen Lärm und Chaos der Luftbrücke durchzuführen waren. Außerdem herrschte Uneinigkeit zwischen den russischen und den deutschen Polizisten, weswegen Gladow nicht gefasst werden konnte. Doch als diese Umstände endeten, konnte auch Gladow sich nicht mehr verstecken. Er wurde in seiner Wohnung nach einer heftigen Schießerei festgenommen. Der Richter verurteilte Gladow nach einem Gespräch mit einem hohen russischen Militär, der den Richter beriet, im Alter von 17 Jahren zum Tode.

Insgesamt hat mir das Stück sehr gut gefallen, da die spannende Geschichte um Gladow und seine Bande überzeugend dargestellt wurde. Schockmomente wie jene, in denen Gladow plötzlich auf die Bühne tritt und einen lauten Schuss mit seiner Pistole abgibt, oder auch lustig-tragische Momente, zum Beispiel in der Schießerei gegen Ende des Stücks, in der die leicht psychopatische Mutter Gladows ihren Sohn unterstützt, sorgen dafür, dass die Spannung und das Interesse am Stück erhalten bleibt – zumindest bei denen, die sich am Anfang auf das Stückeingelassen haben.

Berlin S-Bahnsteig 400 Einige der Zuschauer aus anderen, offenbar Berliner, Schulklassen - leider die Mehrzahl - scheinen sich nicht wirklich für das Stück zu interessieren. So sind sie die ganze Zeit über unruhig und die Aufpasser genervt. Als es dann vorbei ist und wir schon wieder den Rückweg antreten, wird vielen klar, dass das Stück so übel doch nicht war. Und so laufen wir wieder in Richtung Hotel gen Horizont ...

Paul und Manuel


Fast nur Sieger: Besuch im Bowling-Center

„Strike!“, diese Worte wiederholten sich sehr oft auf den Bildschirmen des „Bowlhouse“ am Donnerstagabend und die Emotionen waren dementsprechend intensiv.

Gerade angekommen geht es auch schon los: Schuhe holen, Gruppen bilden, Namen eingeben und dann fällt die erste Kugel – geworfen von Jacqueline. Eine Bahn neben uns spielt der souverän auftrumpfende Herr Prick, auch genannt Volle. Am Anfang überrascht er uns mit vielen Strikes und begeistert mit seiner leidenschaftlichen Hingabe bei jedem Wurf. Doch seine guten Würfe bleiben nicht von Dauer und andere Spieler (die Jungs außer Björn und Paul) trumpfen auf, aber auch einige Mädchen spielen überraschend stark.

Am Ende unseres Ausfluges beweisen somit alle noch einmal ihr Können und daher ist jeder mit sich selbst zufrieden und die Stimmung ist ausgelassen. Wir sind der Meinung, dass der Abend sehr gelungen abgelaufen ist und zudem für ein noch besseres Zusammenleben in der Klasse geführt hat!

Olaf


Zwischen Stasi und Trabi: Das DDR-Museum

Endlich hatte das Warten ein Ende! Nach zehn scheinbar endlosen Minuten am Spreeufer mit Blick auf den Berliner Berlin DDR Museum 400 Dom öffnet sich sie Tür des Berliner DDR-Museums.

Wer hier mit einem normalen Museum rechnet, wird eines besseren belehrt. Denn während der Führung durch das Museum, für die wir in zwei Gruppen eingeteilt wurden, finden wir überall versteckte Schubladen und Schränke, in denen sich die verschiedensten Gegenstände aus dem täglichen Leben der DDR-Bürger befinden. So können wir in alten Zeugnismappen blättern, uns in gemütliche Kinosessel kuscheln oder die Trends der Zeit an gut erhaltener Kleidung kennen lernen. Auch Dinge, die einigen von uns nicht klar sind, werden uns nähergebracht. Oder wisst ihr alle, dass das Sandmännchen eine DDR-Erfindung ist? Doch zwischen Wohnzimmer und Stasi-Ecke gibt es noch viel mehr: Wir können sehen, wie die DDR-Bürger ihren Urlaub verbrachten und wie die Kinder- und Jugendzeit innerhalb der Grenzen aussah.

Berlin Trabi 400 Das war alles schon sehr interessant, aber unser Highlight des Museumsbesuches bleibt der weiße Trabi - das DDR-Auto schlechthin. Schon das Einsteigen in das Kultauto gestaltet sich für uns "Wessis" als problematisch und auch die Enge macht uns zu schaffen. Doch bald finden wir Spaß daran und können die simulierte Fahrt durch die Plattenbausiedlung genießen. So war das interaktive Museum für uns alle ein Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleibt.

Johanna und Isabell


Für jeden etwas: Die Atmosphäre in Berlin

Graue Wände, Graffitis, verwahrloste Spielplätze. So hatte Berlin für uns ausgesehen, als wir vor einigen Tagen mit dem Zug angekommen waren. Doch zum Glück ist Berlin nicht nur das, denn schon als wir im Hauptbahnhof Berlin Lafayette 400 eingetroffen waren, hatte uns ein supermoderner Bahnhof mit einer Vielzahl von Geschäften, Bistros etc. erwartet. Und der positive Eindruck blieb uns netterweise auch noch während der ganzen Zeit, in der wir in Berlin waren, erhalten.

Gleich am ersten Tag durchstreiften wir Berlin mittels U-Bahn und Bus (gerade noch nicht im Streik) und konnten sehr viele interessante Dinge sehen und erleben. Zum Beispiel haben wir Bauten wie natürlich den Hauptbahnhof, den Alexanderplatz mit dem riesigen Fernsehturm, das Rathaus Wowereits und das Brandenburger Tor gesehen. Die nächsten Tage folgten und wir sahen noch weitere Besonderheiten wie das Deutschlandradio Kultur oder den Ku´damm und das KaDeWe, außerdem eine Sternwarte, ein Bowlingcenter, viele Museen, die Humboldt-Universität, unser Hotel und natürlich noch vieles mehr. Diese Dinge haben uns allen sehr gut gefallen.

Berlin Bahnhof Gruppe Eins 400 Doch natürlich gab es auch Einzelheiten, die den Jubel einiger zeitweilig ein wenig schmälerten: Dazu gehört zum Beispiel der Streik der Bus-, Tram- und U-Bahn-Fahrer, durch welchen wir ab dem zweiten Tag nur noch mit der S-Bahn fahren konnten. Außerdem wurden wir ein wenig enttäuscht, als wir in eines der vielen Berliner Theater gegangen sind um uns das Stück „Das 11. Gebot“ anzusehen, welches vielen doch ein wenig langatmig und verstaubt erschien.

Abgesehen von diesen kleinen Ausrutschern bleibt uns Berlin in guter Erinnerung, auch deshalb, weil bestimmt alle auf ihre Kosten gekommen sind, egal ob Sterngucker, Kultur-Interessierte, Politik- und Geschichtsexperten, Action-Liebhaber oder auch Shopping-Wütige!

Nils


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