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Anschrift
Goslarsche Str. 65-66
31134 Hildesheim
Fon: 05121/301-8400
Fax: 05121/301-8401
Bildungs- und Teilhabepaket
Methode
Methodenkonzept der Sekundarstufe I
PISA
Hier das GGH bei der PISA-Studie
Versetzung
Hier finden Sie die Versetzungsstatistik des Schuljahres 2010/2011.
Auszeichnungen
Inhalt Mitte
Hauptinhalt
Politik-Wirtschaft

Aktuelles
Teilnahme am Projekt "Test macht Schule"
Hintergrundinformationen dazu erhalten Sie hier.
Goetheschülerinnen gewinnen Wahplakat-Wettbewerb
Anlässlich der zahlreichen Landtagswahlen im Jahr 2011 in Deutschland hatte die Redaktion Politik des Klettverlages Schülerinnen und Schüler vor dem Hintergrund der immer stärker abnehmenden Wahlbeteiligung - auch unter Jugendlichen - aufgerufen, Wahlplakate zu entwerfen, die andere motivierten könnten, zur nächsten Wahl zu gehen. Auch Schülerinnen des Goethegymnasiums Hildesheim aus dem 9. Jahrgang nahmen die Herausforderung an und belegten mit ihren selbstgestalteten Plakaten Platz eins und zwei der Wertung.
Lina Drostal und Sophie Hartje belegten den ersten Platz mit dem Wahlplakat "Pro Homo+" und gewannen ein Memoboard Wandtattoo für das Klassenzimmer der Klasse 9b - eine Litfasssäule für alle wichtigen Termine und Notizen. Auf den zweiten Platz kamen Elena Blume und Ann-Kristin Hartje mit dem Plakat "UHU". Sie gewannen das Planspiel Politik Wahlen. Die Botschaft ihrer Wahlplakate hat die Besucher der Webseite des Klettverlages überzeugt.
Weiteres
Über die großen Erfolge von Schülern des Faches Politik-Wirtschaft beim Europäischen Schulwettbewerb 2011 und die Veröffentlichung von Wettbewerbsbeiträgen sowie die Teilnahme weiterer Schüler am Politiklabor der Universität Hannover erfahren Sie weiteres im Abschnitt 6: "Was haben und hatten wir vor?" (siehe unten)
Prämierte Beiträge siegreicher Goetheschüler jetzt online: Die siegreichen Beiträge von Anne Schiller und Niklas Pfeiler vom Goethegymnasium zum Europäischen Schulwettbewerb 2011 auf Bundesebene sind jetzt online abrufbar. Alljährlich veröffentlicht die Bundesjury die bundesweit besten Arbeiten im Internet. Interessierte können die Arbeiten von Schiller und Pfeifer auf der Seite www.europaeischer-wettbewerb.de unter dem Link „prämierte Arbeiten“ einsehen.
Am 1.6. 2011 fand unsere Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl 2011 in der Mehrzweckhalle des Goethegymnasiums statt. Organisiert wurde sie weitgehend selbstständig von Schülern des 11. Jahrgangs. Hier lesen Sie einen mit Fotos versehenen Bericht zum Ablauf der Veranstaltung. Den Artikel dazu in der HiAZ am 7.6. 2011 entnehmen Sie bitte dem Pressespiegel. Zur Unterstützung der kommenden Organisationsteams wird hier von Henrike Aschemann eine "To-Do-Liste" sowie der Aufbauplan für die Mehrzweckhalle als Skizze bereit gestellt.
1. Was ist Politik?
Einflussnahme Gestaltung Analyse
Handeln Regelung Durchsetzung
Beschlussfassung Kompromissfindung
Zusammenarbeit Verantwortung
... hinsichtlich öffentlicher Vorgänge im Kleinen wie im Großen!
Politik allgemein bedeutet vor allem die Regelung öffentlichen Zusammenlebens und die Einflussnahme darauf durch verschiedene interessengeleitete und mit unterschiedlichen Machtmitteln versehene Akteure.
Auch aufgrund der Langwierigkeit und der Komplexität von Entscheidungsfindungsprozessen wird dieser Bereich von vielen als schwierig wahrgenommen. Die Folge ist oft die Ablehnung einer Beschäftigung mit Politik generell, eine „Politikverdrossenheit“.
Das Schulfach Politik-Wirtschaft begegnet diesem Problem einerseits mit der Vermittlung von Grundwissen und der Kompetenz, politisch-ökonomische Vorgänge systematisch zu analysieren, angefangen bei überschaubaren Themengebieten bis hin zu umfangreicheren Strukturen. Als besonders hilfreich hat sich hierbei die Unterteilung von Themen in die drei Bereiche Inhalt (policy), Prozess (politics) und Form (polity) erwiesen. Ziel ist letztlich die Entwicklung von Urteilskompetenz und die Möglichkeit aller, sich am politischen Leben zu beteiligen.
Andererseits setzen wir so oft wie möglich eine Annäherung der Schüler an reale politische und wirtschaftliche Vorgänge in Gang, zum einen durch handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtselemente, zum anderen durch Projekte, Politikerbegegnungen und Exkursionen. Beispiele finden Sie unten!
2. Wer sind wir?
Die Politiklehrer am Goethegymnasium: Herr Eckardt, Herr Georgiadis, Herr Gauger,
Herr Heyduck, Frau Jäschke, Herr Jaite, Herr Jöskowiak, Herr Lehmann, Herr Dr. Loeding,
Herr Lottmann, Herr Prick und Herr Schlemminger.
Fachobmann: Volker Prick
3. Was tun wir?
Das Fach Politik wird am Goethegymnasium unterrichtet ...
- in Klasse 8 (zweistündig) + Gerichtsbesuch,
- in Klasse 9 (zweistündig) + Landtagsrollenspiel,
- in Klasse 10 (zweistündig) + Betriebspraktikum,
- in der Kursstufe als EA-, HF- und GK-Kurs,
- in der Kursstufe als Seminarfach,
- in der Sekundarstufe I als WPK-Fach.
Über die Jahrgänge 9 bis 12 hinweg verteilt erfolgt ferner eine intensive Berufswahl- und Studienvorbereitung. Sehr zweckdienlich dabei kann auch der umfangreiche Onlineservice der Bundesagentur für Arbeit sein, z.B.:
- die detaillierten Informationen zu allen erdenklichen Berufen,
nach Berufsfeldern geordnet, alphabetisch geordnet,
über die Eingabe einer Berufsbezeichnung,
- der Onlinetest zur Wahl eines Ausbildungsberufs,
- die allgemeinen Informationen zu Studium, Ausbildung und Beruf.
4. Welchen Vorgaben folgen wir?
Das Kerncurriculum für die Sekundarstufe I können Sie hier lesen. Auf dessen Grundlage haben wir unseren Stoffverteilungsplan für die Jahrgänge 8 bis 10 erstellt, den Sie hier lesen können.
Das Kerncurriculum für die Sekundarstufe II können Sie hier lesen.
Seit Einführung des Zentralabiturs in Niedersachsen folgt der Unterricht in der Oberstufe neben EPA (Einheitlichen Prüfungsanforderungen) und Rahmenrichtlinien bzw. in Zukunft dem neuen Kerncurriculum in erster Line auch den thematischen Vorgaben für das Zentralabitur im jeweiligen Jahr. Diese Thematischen Schwerpunkte, die der Niedersächsische Bildungsserver bereithält, können Sie hier lesen: 2006, 2007, 2008, 2009, 2010 und 2011
Das Zentralabitur ab dem Abitur 2012 richtet sich ausschließlich nach den im Kerncurriculum aufgeführten Inhalten. Die Themenschwerpunkte werden abgeschafft - aber es gibt weiterhin Hinweise, die das Kerncurriculum ein Stück weit einschränken: 2012, 2013, 2014
Eine Hilfestellung für das Verständnis der Abituraufgaben bedeuten die Operatorenlisten für das Abitur 2011 und für das Abitur 2012. (2012: gemeinsame und deutlich reduzierte Liste für die Fächer Politik-Wirtschaft, Erdkunde und Geschichte)
Verbindlich sind bei einer Inhaltsangabe die von der Fachkonferenz beschlossenen Anforderungen an eine Inhaltsangabe im Fach Politik-Wirtschaft. Sie sollen insbesondere auch gewährleisten, dass ein politischer Text nicht nur hinsichtlich der von ihm angesprochenen Sachverhalte, sondern auch hinsichtlich des Gedankenganges und der vom Autor vertretenen Position erfasst wird.
Anforderungen an einen Vortrag im Fach Politik-Wirtschaft erhalten Sie hier.
5. Womit arbeiten wir?
8. Jahrgang: Politik und Wirtschaft 8 (Cornelsen)
9. und 10. Jahrgang: Politik und Wirtschaft 9/10 (Cornelsen)
Kursstufe: Unterschiedliche Bücher und Materialien
... sowie in allen Jahrgängen natürlich mit dem Grundgesetz!
Eine Vielzahl an Materialien ist zudem erhältlich bei der Bundeszentrale für politische Bildung: www.bpb.de
6. Was haben und hatten wir vor?
Rede zur Einbürgerung
Bei der Einbürgerungsfeier der Stadt Hildesheim am 8. September 2011 hielt Laura Pöschel, Schülerin des 11. Jg. des Goethegymnasiums, auf Einladung von Oberbürger Kurt Machens eine Ansprache zum Thema „Integration“, die sie unter das Zitat von Karl Valentin „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“ gestellt hatte. Anlass der Beschäftigung mit dem Thema war die Teilnahme Lauras am Europäischen Schulwettbewerb 2010, bei dem sie auf Niedersachsenebene einen Landespreis gewonnen hatte. Gekonnt, einfühlsam und souverän ging die Rednerin auf das Fremdsein ein und spielte mit dem Zitat von Valentin. Sie umriss die Notwendigkeit des Aufeinanderzugehens von Hildesheimern und Migranten und nannte Beispiele gelungener Integration in unserer Heimatstadt. Die Rede wurde von den Neubürgern mit anhaltendem Applaus bedacht.
Europäischer Schulwettbewerb im Fach Politik
Auch im Jahr 2011 haben Schülerinnen und Schüler des Goethegymnasiums Hildesheim wieder zahlreiche Preise beim Europäischen Schulwettbewerb auf Landes- und Bundesebene erlangt. In der 58. Auflage des traditionellen und ältesten Schulwettbewerbes zu europäischen Themen, der unter dem Motto „Europäisches Jahr des Freiwilligkeit“ stand, belegten sie nach der Tellkampschule aus Hannover mit sechs Einzel- und einem Gruppenpreis niedersachsenweit den zweiten Platz.
Im Rahmen einer Feierstunde übergab Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU) die Preise im Landtagsgebäude in Hannover. Insgesamt nahmen über 67.000 Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Bundesrepublik am Wettbewerb teil, davon 2.673 von 43 Schulen aus Niedersachsen. Von den eingereichten 2.312 Arbeiten zeichnete die Landesjury 83 Beiträge aus.
In seiner Ansprache erinnerte Dinkla daran, dass in der Bundesrepublik über 23 Millionen Menschen in Verbänden, Vereinen und anderen gemeinnützigen Verbanden ehrenamtlich tätig seien. Ohne dieses freiwillige Engagement wäre das gesellschaftliche Leben um einiges ärmer. Damit schlug der Landtagspräsident die gedankliche Brücke zum Rahmenthema des diesjährigen Wettbewerbs. Dinkla betonte, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihren tollen Arbeiten und Aufsätzen einen großartigen Beitrag dazu geleistet hätten, dass öffentliche und europäische Bewusstsein für freiwilliges Engagement zu stärken.
Sechs Schülerinnen und zwei Schüler des Goethegymnasiums aus achten und zehnten Klassen sowie aus der Oberstufe wurden für ihre Arbeiten ausgezeichnet. Laura Pöschel und Alina Gronstedt hatten eine Gruppenarbeit, Niklas Pfeifer eine Einzelarbeit zum Thema „Kinder- und Jugendparlament“ erstellt. Anne Schiller, Naemi Dormann und Meret Jürgens jeweils eine zum Thema „Hier und anderswo“. Anna-Lena Notka, die zum dritten Mal infolge einen Landespreis bekam, und Daniel Wirries schrieben jeweils eine Rede zum Thema „Europäischer Freiwilligendienst“. Die Gruppenarbeit von Laura Pöschel und Alina Gronstedt wurde zudem noch im Landtag ausgestellt. Interessierte können sie noch bis Ende Mai im Landtag in Augenschein nehmen.
Auf Bundesebene wurden Niklas Pfeifer, Anne Schiller, Laura Pöschel und Alina Gronstedt für ihre Arbeiten ebenfalls mit tollen Preisen geehrt. Die Bundesjury belohnte die Arbeit von Niklas Pfeifer mit einem Aufenthalt in der europäischen Jugendbegegnungsstätte Wien im August 2011. Anne Schiller darf zur Akademie Otzenhausen ins Saarland zu einer internationalen Jugendbegegnung reisen und Alina Gronstedt und Laura Pöschel erhalten einen Geldpreis von 150 Euro für ihre Arbeit. Alle Sieger stammen aus der Klasse 10e.
Die erfolgreichen Goetheschüler planen wieder ihre Beiträge in einer Broschüre im Münchener Grinverlag zu veröffentlichen. Die Beiträge der vergangenen Jahre können in der Stadtbibliothek Hildesheim, in der Bibliothek des Stadtarchivs und in der Landesbibliothek Hannover ausgeliehen werden.
Im Jahre 2010 erhielten Goetheschüler Preise beim Europäischen Schulwettbewerb. Mehr Informationen dazu erhalten Sie hier.

Bereits beim Europäischen Schulwettbewerb 2009 hatten einen Landespreis für ihre Arbeiten am Goethegymnasium zum Thema europäische Kulturhauptstadt erhalten: aus der Klasse 10a Theresa Kleimenhagen, Philipp Stasche und Jonas Tafel, aus der Klasse 9e Anna-Lena Notka und Sarah Reckewell. Die Arbeit von Anna-Lena Notka wurde zudem im Landtag ausgestellt. Zusätzlich erhielt Anna-Lena Notka auf Bundesebene den Preis der Bundeskanzlerin. Philipp Stasche und Jonas Tafel erhielten ebenfalls für ihre Gemeinschaftsarbeit einen Bundespreis. Betreut wurden die Arbeiten von Herrn Dr. Loeding.
Veröffentlichung der Arbeiten zum 56. Europäischen Schulwettbewerb
Unterdessen haben Schüler ihre Projektarbeiten zum 56. Europäischen Wettbewerb zum Thema Kulturregion als Broschüre im Grin-Verlag veröffentlicht. Sie enthält die mit Landes- und Bundespreisen ausgezeichneten Arbeiten des 56. Europäischen Wettbewerbes. Interessierte können das 34-Seiten-Werk mit dem Titel „Hildesheim – eine Stadt und Region mit Ideen für Europa“ in der Stadtbibliothek Hildesheim, in der Bibliothek des Stadtarchivs Hildesheim oder in der Landesbibliothek Hannover ausleihen.
Forschungstag im Politiklabor der Universität Hannover
Das Politiklabor am Institut für Politische Wissenschaften unter der Leitung von Prof. Dr. Lange, Inhaber des Lehrstuhls für Didaktik der Politischen Bildung, existiert seit Beginn des Schuljahrs 2010/11. Interessierte Schülergruppen der Klassen 10 bis 13 erforschen interessengeleitet und eigenständig sozialwissenschaftliche Problemstellungen zu den Modulen Globalisierung, Europa und Demokratie. Mithilfe studentischer Tutoren entwickeln die Schüler eine Fragestellung zum gewählten Forschungsfeld und bearbeiten dies mit qualitativen und quantitativen Methoden der Sozialforschung. Am Schluss steht die Präsentation der Arbeits- und Forschungsergebnisse, die auch der kritischen Öffentlichkeit der übrigen Teilnehmer und der Tutoren ausgesetzt sind. Im Politiklabor eignen sich die Schülerinnen und Schüler also nicht nur politische und sozialwissenschaftliche Kompetenzen wie Urteilsvermögen, Handlungsstrategien und Kritikfähigkeit an, sondern lernen zugleich Abläufe konzeptionell zu organisieren und Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen.
Die Goetheschülerinnen und -schüler des Hauptfachkurses Politik-Wirtschaft des 11. Jahrgangs unter der Leitung von Dr. Matthias Loeding machten gerne von diesem Angebot Gebrauch und forschten einen Tag lang wie echte Wissenschaftler im Politiklabor zum Modul „Demokratie“, für das sie sich im Vorfeld entschieden hatten. Dabei analysierten die jungen Wissenschaftler Fragen der Migration, des Wählerverhaltens, des Einflüsse der Medien in der Demokratie etc. und erarbeiteten Bewältigungsstrategien. Allen Teilnehmern hat der Tag an der Universität viel Spaß bereitet, da das freie lernende Forschen im Mittelpunkt der Veranstaltung stand. Zudem ist dieser wissenschaftspropädeutische Ansatz ein wichtiger Punkt in der Vernetzung von Schule und Wissenschaft.
Die Zukunft des Politiklabors steht allerdings in den Sternen, da die Mittel für dies überaus lobenswerte Projekt beschnitten werden sollen.
"Schüler begleiten Abgeordnete"
Wir unterstützen Schüler(innen), die das Angebot nutzen, Landtagsabgeordnete eine Woche lang zu begleiten. Eine bebilderte Dokumentation über die Teilnahme von Malin Gabbatsch an dem Projekt im Frühjahr 2010 lesen Sie hier.
Umfrage der Klassen 9a, 9c und 9d
Interessante und teilweise überraschende Ergebnisse lieferte die große Umfrage dreier neunter Klassen im Herbst 2009 zum Thema Politikverdrossenheit. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse lesen Sie hier.
Politiker- und Expertenbefragungen
Wir laden sowohl Politiker als auch Fachleute in den Unterricht ein, um Fragen zu stellen, die sich im Laufe der Beschäftigung mit einem Thema ergeben haben. Ein Bespiel war der Besuch des durch den Hildesheimer Wahlkreis direkt in den Bundestag gewählten Abgeordneten Herrn Brinkmann im Dezember 2009, der wie alle Politikerbesuche in der folgenden Stunde kritisch ausgewertet wurde. Einen Bericht zu seinem Besuch lesen Sie hier.
Börsenspiel 2007/2008
Am 20.2. 2008 ging es für drei Elftklässler zur Preisverleihung der niedersächsischen Sparkassen nach Wolfsburg, denn sie hatten es unter allen teilnehmenden niedersächsischen Teams auf Platz 3 beim EuroStoxx50-Gewinnspiel geschafft! Neben der Preisverleihung standen ein Besuch der Autostadt sowie Frühstück und Mittagsbuffet auf dem Programm. Hier können Sie einen Bericht lesen. Auch in den folgenden Jahren und insbesondere im Herbst 2010 nahmen wieder viele Klassen unserer Schule am Börsenspiel teil und vergrößerten ihr fiktives Kapital zum Teil beträchtlich.

Podiumsdiskussionen

Am 19.11. 2010 fand das Podiumsgespräch mit Eckart von Klaeden, Staatsminister im Kanzleramt, in der Mehrzweckhalle statt. Anlass war die für alle HF- und EA-Kurse des 11. und 12. Jahrgangs verbindliche Beschäftigung mit Problemen der Repräsentation und Kontrolle im politischen System der Bundesrepublik Deutschlands. Berichte von teilnehmenden Schülern lesen Sie hier: Dennis Duc Torben
Und was empfiehlt jemand, der die Erfahrung machen konnte, direkt vom Podium aus Fragen zu stellen? Lesen Sie hier die Erfahrungen und Folgerungen eines Podiumsleiters.
Der HiAZ-Bericht über die Veranstaltung befindet sich in unserem Pressespiegel.
Die für den 9.9. 2009 geplante Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl 2009 mussten wir absagen. Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem "Pressespiegel" (Artikel und Leserbriefe).
Am 27. Januar 2008 war Landtagswahl. Wir luden die Direktkandidaten aller bislang im Landtag vertretenen Parteien vorher, nämlich am 5.12. 2007, zu einer Podiumsdiskussion zur Landtagswahl 2008 in unsere Mehrzweckhalle ein. Einen Bericht darüber von Adrian Zeiler mit Fotos von Thorben Schoepe können Sie hier lesen.
Eine weitere Podiumsdiskussion hatte am 25.5. 2007 stattgefunden. Zum Thema "EU – Wie geht es weiter?“ hatten wir EU-Politiker eingeladen. Hier ein Bericht von Eileen Gülke mit Fotos von Thorben Schoepe.

Hinsichtlich dieser und anderer Aktivitäten innerhalb des Faches Politik beachten Sie bitte auch die erschienenen Zeitungsartikel unter der Rubrik "Pressespiegel".
Je nach zeitlichen und organisatorischen Möglichkeiten führen wir Planspiele durch, in denen die Schüler in Rollen schlüpfen. Hautnah können sie so Entscheidungsprozesse zum Beispiel im Sicherheitsrat der UNO erleben. Einen bebilderten Bericht über die Durchführung eines von Herrn Knittel und Referendaren seines Seminars konzipierten Planspiels können Sie hier lesen.
Gesellschaftsanalyse: Wie leben wir?
Insbesondere in den Kursen des 12. Jahrgangs erfolgt eine intensive Analyse unserer Gesellschaft, der sich eine kriteriengestützte Bewertung anschließt. Einen Schülerkommentar zur Frage "Inwiefern hat der gesellschaftliche Wandel der letzten Jahrzehnte zu einer Aufwärtsentwicklung geführt?" können Sie hier lesen.
Auch dem demografischen Problem der drohenden "Überalterung" und dem damit verbundenen Fachkräftemangel sowie der damit verbundenen Forderung nach Zuwanderung haben wir uns gewidmet. Persönliche Auseinandersetzungen mit dieser Problematik stellen folgende Schülerkommentare dar, die aber keinen Anspruch auf Repräsentativität erheben:
Einen bebilderten Bericht über eine Exkursion zur ehemaligen innerdeutschen Grenze im Rahmen der Projektwoche im Herbst 2008 lesen Sie hier.
Jugendgewalt
Auch in der Mittelstufe ist der gegenwärtige Zustand unserer Gesellschaft Thema - so machten sich Schüler(innen) einer neunten Klasse Gedanken zu Lösungsmöglichkeiten für das Problem der Jugendgewalt. Beispieltexte lesen hier.
Die Zukunft des Hildesheimer Kriegerdenkmals
Schüler des 10. Jahrgangs schrieben nach Kranzniederlegungen auf dem Nordfriedhof aus Anlass des Volkstrauertages Leserbriefe an die Hildesheimer Allgemeine Zeitung zur Zukunft des Kriegerdenkmals am Galgenberg.
Service zur Europawahl 2009:
Schüler des 10. Jahrgangs haben Informationen zusammengestellt. Informieren Sie sich hier.
Service zur US-Präsidentenwahl 2008:
Schüler(innen) des 12. Jahrgangs setzten sich mit den Wahlen in den USA und in Deutschland auseinander:
- Wie funktionieren die Vorwahlen in den USA?
- Wie wird der US-Präsident gewählt?
- Wie unterscheidet sich der US-Präsident vom Bundeskanzler?
- Wie funktionieren die (Landtags-)Wahlen in Deutschland?
- Sollte auch die deutsche Kandidatenkür "amerikanisch" ablaufen?
Wahlkampfbeobachtung:
Im Rahmen des Seminarfaches "Wahlkampf und politische Rhetorik" ging es während des niedersächsischen Landtagswahlkampfes 2007/2008 in die Wahlkampfzentralen von SPD, Bündnis 90 / Die Grünen, CDU und FDP nach Hannover. Einen Bericht darüber von Adrian Zeiler finden Sie hier.
Landtagsrollenspiel:
Regelmäßig geht es für Klassen und Kurse in den Landtag. Hier ein aktueller Bericht und ein älterer Bericht vom Landtagsrollenspiel.
Parlamentsfotos schoss für uns Thorben Schoepe:




Exkursionen:
Wo es möglich ist, unternehmen wir weitere Exkursionen. Abgebildet ist hier ein Schüler des 12. Jahrgangs bei einem praktischen Experiment im Rahmen des "Konsumkritischen Stadtrundgangs":

7. Woher kommen wir? - Unser Politikunterricht im Wandel:
Eine Spurensuche mithilfe zweier Politikbücher
Keine Fußspuren, keine Fingerabdrücke, keine DNA-Spuren – die Jahre sind vergangen, aber kaum etwas enthüllt dem Außenstehenden oder Dazugekommenen, was anders war vor Jahrzehnten im Fach Politik, was sich verändert hat, was reformiert wurde. Wir fangen an zu suchen in unserem Materialienraum E4, nach wie vor bis oben hin gefüllt mit Büchern, Heften und Ordnern – und ein wenig Staub. Wir werden fündig: Ein Politikbuch aus dem Jahre 1977 liegt vor uns: „Politik im Aufriss“ – das Standardwerk an unserer Schule vor nun schon langer Zeit.
Wir wissen, was zu tun ist, legen jenes Relikt aus vergangenen Tagen neben unser modernes, aktuelles Politikbuch „Politik und Wirtschaft“ aus dem Jahre 2007 - und fangen an zu forschen. Beide richten sich an Neunt- und Zehntklässler. Was also hat sich geändert im Politikunterricht der letzten 30 Jahre?
Wir greifen zunächst nach dem älteren der beiden, das gehalten ist in kreischendem Gelb und mit Buchstaben geschmückt, die so rund sind, dass sie an Blumen erinnern, dabei preiswert gebunden als für jeden erschwingliches Paperback – ganz dem Denken und dem Zeitgeist der siebziger Jahre entsprechend also. Ganz anders das nagelneue Schulbuch des neuen Jahrtausends: Schüler unserer Zeit strahlen uns aus dem modernen High-Tech-Bundestag des Stahl-und-Glas-Zeitalters an und repräsentieren eine etablierte, von Eltern erlaubte und gewünschte, moderne Individualität, indem sie sich als zukünftige Businessdame, als sauber und ordentlich zurechtgeputztes und gepierctes Punk-Mädchen und als cool gegelter, sympathischer Sunnyboy geben.
Wir beginnen zu blättern im neueren der beiden Bände: Bilder, Fotos, Kästen, Grafiken so weit das Auge reicht – auf jeder Seite eine Vielfalt, die zugeschnitten ist auf eben jenen Zeitgenossen des neuen Jahrtausends, der sich in der Gleichzeitigkeit von Farben, Fotos und Funktionsgrafiken zurechtzufinden meint, weil er an sie gewöhnt ist durch die moderne, zunehmend simultane Bilderwelt des Fernsehens, des Videos und des Werbeclips, vor allem aber durch den schier unergründlichen, „simultan“ verlinkten Informationsreichtum des Internet.
Ganz anders „Politik im Aufriss“ aus den siebziger Jahren. Hier herrscht das Ideal einer neuen Wissenschaftlichkeit. Hier wird schon gleich zu Anfang ausführlich ein theoretisches Konzept begründet in einem konzeptionellen Vorwort (nichts davon im Politikbuch unserer Gegenwart). Es fallen Schlüsselbegriffe wie „Analyse“, vor allem aber „Konflikt“. Hier soll geforscht und „politische Bildung realisiert“, hier soll gemäß Buchtitel ein „Aufriss“ ermöglicht werden.
Wir blättern weiter und erblicken nur wenige Fotos (als eine Ausnahme einige nun schon lange historische Wahlplakate und der beinahe jugendliche Helmut Kohl im Jahre 1976 auf S. 40), dafür inhaltlich anregend durch eine Fülle gegenübergestellter Originalquellen, Reden, Karikaturen und Datenaufstellungen, die, so das Vorwort, zu „Analyse und Stellungnahme“ auffordern sollen. Hier wird nichts vorgekaut, hier soll eigenständig recherchiert werden. Nicht zuletzt gibt es daher umfangreiche Literaturlisten, die nicht am Ende versteckt, sondern im Hauptteil selbst präsentiert werden. Fast entschuldigend bemerken die Buchautoren im Vorwort, sie hätten dabei „nicht im entferntesten Vollständigkeit“ erreicht. Ein weiterer Hinweis folgt: Die Literaturhinweise seien nach „niedrigem Preis“ zusammengestellt worden – ahnten die Macher des Buches womöglich bereits das PISA-Klagen unserer Tage, Bildung sei zu sehr eine Folge von Elternhaus und Einkommen?
Wir sehen erneut in unser anderes, modernes Lehrbuch. In der Tat macht Blättern hier zunächst Spaß: Farbigkeit und Bebilderung regen zum Schauen an, große, kleine, umrandete, schattiertere und weniger schattierte Infokästen, mehrspaltige, aber immer scheinbar schülergerecht gekürzte Texte animieren zur Kurzinformation über Themen, die auch für den gestressten und überforderten Lehrer in der Ära der Flexibilität und der Eigenverantwortung bequem auf je einer Doppelseite aufbereitet wurden. Wir blicken auf Harald Schmidt im Gespräch mit Guido Westerwelle (S. 119), auf bedrohlich schwarze Springerstiefel und harten Asphalt (S. 93), auf Merchandisingprodukte zur TV-Serie „Verbotene Liebe“ (S. 105) und nicht zuletzt auf eine Weltkarte im vorderen Einband – wir leben im Zeitalter der Globalisierung! Selbst durch Kreuz- (S. 149) und Buchstabenrätsel (S. 96) wird versucht, dem unterhaltungsgewohnten Leser des neuen Jahrtausends die Lernarbeit zu erleichtern und so komfortabel und amüsant wie möglich zu machen. Anstrengung war früher!
Auch ein paar Originalquellen lassen sich finden, im Übrigen aber wohldosierte Information – und vor allem: methodische Hinweise, z.B. zur Pro- und Contradiskussion (S. 229), zur Fallstudie (S. 94) oder zum Planspiel (S. 32), denn Methodenkompetenz gilt viel im neuen Jahrtausend. Und nicht zuletzt: Das Buch beginnt nicht ohne Grund gleich mit der Kapitelüberschrift „Das Unternehmen“, da es sich vermehrt wirtschaftlichen Themen widmet – schließlich heißt unser Fach seit kurzer Zeit „Politik-Wirtschaft“.
Nur, fragen wir uns: Wo lässt sich hier die zum Denken anregende Seminaratmosphäre des Bandes aus den siebziger Jahren wiederfinden? Wo gibt es Aufgaben, in denen wie in dem älteren der beiden Bücher mit wissenschaftlichem Vokabular z.B. von „Prämissen“ (S. 55) gesprochen wird, in denen allgemein also von „Studieren“ die Rede ist (S. 92)? In welchem Mittelstufenbuch findet sich heute noch eine so anregende Gegenüberstellung wie diejenige der ausführlich ausgebreiteten Aussagen von FDP, DKP und NPD in jenem Werk der siebziger Jahre (S. 52)? Wo wird heute so provokativ und unkommentiert anspruchsvolles Originalmaterial auch ohne Fotos wirkungsvoll und brauchbar nebeneinandergestellt? Wo wird wirklich auf die kontroverse Wirklichkeit vorbereitet, wo auf die Arbeit mit manipulativen und theoretischen Texten?
Wir legen die beiden Bücher beiseite und haben das Gefühl noch längst nicht fertig zu sein mit unserem Vergleich. Je mehr wir blättern, umso deutlicher wird die Veränderung, die sich vollzogen zu haben scheint.
Natürlich sind wir uns darüber klar, dass Bücher nur bedingt auf den mit ihnen durchgeführten Unterricht schließen lassen. Vieles, was in einem Buch zur Geltung kommt, erreicht nicht wirklich die reale Unterrichtspraxis. Aber umgekehrt wird nicht gleich alles das, was ein Buch ausblendet, auch durch den Lehrer ausgeblendet, der den Unterricht durchführt. Der Anspruch eines Schulbuches lässt nicht unbedingt auf den Unterrichtsalltag schließen.
Wir fragen uns dennoch: Welches der den Schulbüchern zugrundeliegenden Konzepte erscheint uns wirkungsvoller im Sinne heute allgemeinverbindlicher Unterrichtsziele wie zum Beispiel der Forderung des Kerncurriculums zur Sekundarstufe I, die Schüler sollten im Sinne des Leitbildes eines mündigen Bürgers befähigt werden, „Konflikte auszuhalten, gewaltfrei auszutragen und vernunftgeleitet zu lösen“ (ebd., S. 7)? Inwiefern hat es wirklich eine didaktische und methodische Aufwärtsentwicklung gegeben? Welches Konzept befolgen wir?
Hinweise auf mögliche Antworten enthält bereits dieser Text – und wir empfehlen auch anderen Fächern eine Rückschau, denn wir haben erfahren: Ein Schulbuchvergleich lohnt sich!
Volker Prick
Bücher:
Politik im Aufriss 2, Ein Quellen- und Arbeitsbuch (Diesterweg), 2. Auflage, Frankfurt am Main 1977.
Politik und Wirtschaft 9/10 (Cornelsen), Berlin 2007.





